Der Paternoster auf dem Salamander-Areal – Woher kommt der Name Paternoster?

Das Salamander-Areal ist ein Gebäude mit viel Geschichte. Und so verwundert es nicht, dass es tatsächlich noch einen Paternoster auf dem Salamander-Areal aus dem Jahre 1925 gibt. Der erste bekannte Paternoster-Aufzug der Welt wurde übrigens knapp 50 Jahre zuvor 1876 in das “General Post Office” in London eingebaut. Damit wurden jedoch zunächst nur Pakete transportiert, erst später wurden mit ihm auch Personen – wie bei dem Paternoster auf dem Salamander-Areal – befördert. 

Wieso heißt ein Paternoster “Paternoster”?

Doch wieso hat sich dafür der Name Paternoster eingebürgert? Denn was hat ein “Personen-Umlauf-Aufzug” – wie es profan heißt – mit dem “Vaterunser” (“Pater noster”) zu tun? Auch wenn es erstaunen mag, der Begriff hat tatsächlich einen religiösen Ursprung: Er hängt direkt mit dem Brauchtum des katholischen Rosenkranz-Gebets zusammen.

Der Rosenkranz ist eine sogenannte Gebetsschnur mit 59 Perlen und einem Kreuz. Beim Gebet werden die Perlen stetig zwischen den Fingern weitergeschoben: Auf zehn Ave-Maria folgt jeweils ein “Vater Unser”. In der Regel sind zehn kleine Perlen dem Ave Maria-Gebet zugeordnet und eine größere Perle steht für das “Vater Unser”. Diese Perle wurde ursprünglich als “Pater noster” bezeichnet. Später erhielt die gesamte Gebetsschnur diesen Namen.

Bewegung in Endlosschleife

Die ursprünglichen Namensgeber des Paternoster waren jedoch Grubenarbeiter: Denn in Bergwerken waren vergleichbare Umlaufsysteme schon früher in Gebrauch. Die Arbeiter nannten solche umlaufenden Fördersysteme mit einem Augenzwinkern “Paternoster”. Denn so wie der Rosenkranz beim Gebet unentwegt durch die Finger gleitet, so werden auch die Kabinen beim Aufzug über Rollen in einem Umlaufsystem wie in einer Endlosschleife auf und ab bewegt. Als aus diesem System schließlich der “Personen-Umlauf-Aufzug” wurde, hat sich die griffigere Bezeichnung der Bergleute dafür durchgesetzt.